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Beerdigung, Totenruhe, Jüngstes Gericht

Frage:   Nach jüdischer Vorstellung muss die Totenruhe der Verstorbenen gewahrt werden, damit sie beim Jüngsten Gericht auferstehen können. Nach christlicher Vorstellung wird das freier gesehen (z.B. Auflösung von Gräbern nach 30 Jahren). Gibt es dazu vergleichbare Vorstellungen innerhalb des Islam? KI Gemini :  "Ja, im Islam gibt es bezüglich der Totenruhe und der Grabnutzung sehr klare und vergleichbare Vorstellungen, die dem jüdischen Konzept in vielen Punkten ähneln, sich in der Praxis jedoch an bestimmten Bedürfnissen orientieren. Im Zentrum des islamischen Verständnisses steht der Glaube an die körperliche Auferstehung am Tag des Jüngsten Gerichts ( Qiyāma ) und das ewige Leben nach dem Tod. Daher ist die Wahrung der Totenruhe von großer Bedeutung. Hier sind die wichtigsten islamischen Prinzipien und Regelungen dazu: 1. Unantastbarkeit des Grabes Ewige Grabruhe als Ideal: Grundsätzlich ist ein islamisches Grab ein Eigentum auf Ewigkeit . Es darf nach islamischem Recht (...

Wer ist Jude?

 Jude ist bekanntlich nur ein Kind einer jüdischen Mutter. In der Vorfahrenliste Jesu bei Matthäus Kap 1, V. 1-17 werden fast nur Männer genannt. Ob die gezeugten Söhne von einer jüdischen Mutter stammten, wird nicht gesagt. Freilich an anderer Stelle wird das für eine ganze Reihe von Personen gesagt, aber nicht für alle. Aber wichtiger: In Vers 5 wird erwähnt, dass Boas seinen Sohn Obed von Ruth erhielt. Die war aber keine Jüdin, sondern Moabiterin . Folglich sind  Obed  und alle seine Abkömmlinge keine Juden gewesen, also auch David und Jesus nicht.  Jesus war bekanntlich kein Christ, weil das Christentum erst nach seiner Auferstehung entstand. War er also doch kein Jude, obwohl doch immer wieder darauf hingewiesen wird? Die scheinbare Problem löst sich durch Theologen dadurch auf, dass sie die Vorfahrenliste, die Matthäus aufzählt, als weitgehend frei erfunden bezeichnet. Als Laie stößt man immer wieder auf Unstimmigkeiten, die für Theologen belanglose Klein...

Aus Anlass des 500. Reformationsjubiläum in Hessern

 Im Gemeindebrief der Erlöserkirchengemeinde Bad Homburg   schreibt  Pfarrer Andreas Hannemann im Herbst 2026 im Rückgriff auf ein Interview mit Jürgen Moltmann : "[...] Was Moltmann vor einigen Jahren sagte, ist für mich auch in unserem jetzigen Jubiläumsjahr eine absolute Ansage. Moltmann sprach genau das an, worum es in der Reformation im kirchlichen Geschehen im Kern ging: 'Kirche funktioniert auch ohne Landeskirchen, Ämter und die vielen Referenten. Die Bürokraten behindern und lähmen die Arbeit vor Ort.' Wachstum, Veränderung und Mission seien keine Aufgaben der Landeskirchen von oben, sondern der Christen von unten. 'Provokant gesagt: die Zukunft der Kirche ist freikirchlich', empfahl Moltmann. Zur Erläuterung sei von mir ergänzt: Unter 'freikirchlich' verstand Moltmann durchaus Organisationsformen innerhalb der Landeskirche, wie wir sie auch in der Erlöserkirche erleben – es geht ihm um eine Profilierung vor Ort und eine bewusste, aktive Zugehörigke...

Trinitatis

 W ährend schon an Pfingsten, bekanntlich, die Geschenke am geringsten waren (außer, hoffentlich, für die Londoner Konfirmandinnen und den Konfirmanden - Segenswünsche hier auch noch mal auf diesem Wege), gibt es beim viertwichtigsten Fest der Chritsenheit nun wirklich gar nichts. Nicht mal Pfingstrosen. Trinitatis steht vor der Tür, kommenden Sonntag. Und, hatte man schon beim Fest des Heiligen Geistes, dem Geburtstag der Kirche, seine und ihre Schwierigkeiten, der Bedeutung des Festes mit passendem Brauchtum gerecht zu werden - ich vermute, die wenigsten unter uns verfügen über die notwendigen Voraussetzungen, einen Pfingstochsen zu schmücken, durchs Dorf zu treiben und danach am Spieß zu grillen - gibt es für Trinitatis nicht einmal Brauchtum, was gepflegt werden könnte. Das liegt, denke ich, unter anderem am Anlass des Festes: Die Heilige Dreifaltigkeit, die Trinität wird gefeiert; aber es gibt keine biblische Geschichte, keinen Anknüpfungspunkt im Lebens- oder Jahreslauf, die ...

Herbart oder das reale "Ding an sich"

  Johann Friedrich Herbart: Die Mechanik des Bewusstseins                FR  4.5.2026 "[...]  Im Idealismus vermisste Herbart die Anerkennung der objektiv gegebenen, realen Außenwelt, die er in erfahrungswissenschaftlichen Theorien vorfand und fortan mit aufklärerischem Gestus propagierte. [...] Unter Herbarts Realismus versteht man seine Annahme von sogenannten Realen als letzten, absolut einfachen und nichtausgedehnten Bestandteilen alles Seienden. Die Realen weisen jeweils nur eine einzige einfache Qualität auf. Durch ihr nach Selbsterhaltungsgesetzen reguliertes Verbinden und Trennen bilden sie in einer an Leibniz’ Monaden oder einfache Substanzen erinnernden Weise die komplexe Wirklichkeit. Seinen eigentlichen Anwendungsbereich findet der Ansatz der Realen in Herbarts Psychologie. Im Wahrnehmungsprozess wird demnach die Seele, die selbst ein absolut einfaches Reale ist, von Realen ihrer unmittelbaren Umgebung durchdrungen. Das ...

Habermas

https://www.zeit.de/2026/13/historikerstreit-juergen-habermas-michael-stuermer-ernst-nolte-holocaust/komplettansicht "Selbst die Totalitarismustheorie der fünfziger Jahre habe keine veränderte Perspektive angeboten, sondern nur dazu geführt, in das negative Bild eben auch die Sowjetunion einzubeziehen. Ein Konzept, das derart vom Gegensatz zum demokratischen Verfassungsstaat lebt, genügt Nolte noch nicht; ihm geht es um die Dialektik wechselseitiger Vernichtungsdrohungen. Lange vor  Auschwitz  habe Hitler, meint er, gute Gründe gehabt für seine Überzeugung, daß der Gegner auch ihn habe vernichten wollen [...]. Als Beleg gilt ihm die "Kriegserklärung", die Chaim Weizmann im September 1939 für den Jüdischen Weltkongreß abgegeben und die Hitler dazu  berechtigt  habe, die deutschen Juden als Kriegsgefangene zu behandeln – und zu deportieren. Man hatte schon vor einigen Wochen in der ZEIT (allerdings ohne Namensnennung) lesen können, daß Nolte dieses abenteuerliche Argum...

Glaube und Wissen

Mathematik bringt keine Gewissheit https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/02/leo-strauss- jerusalem-and-athens .html https://antworteneinerki.blogspot.com/2026/02/leo-schestow- athen-und-jerusalem .html Thomas M. Schmidt: Differenzbewusstsein