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Das hohepriesterliche Gebet Jesu

  Das Hohepriesterliche Gebet im Johannesevangelium, Kapitel 17 Dieses Gebet ist das zentrale und umfassendste Beispiel. Jesus betet hier kurz vor seiner Verhaftung und seinem Leiden. Das Gebet gliedert sich in drei Teile: Für sich selbst (Johannes 17,1–5): Jesus bittet um Verherrlichung, damit er die Vollendung seines Werkes vollbringen kann. Für seine Jünger (Johannes 17,6–19): Er bittet um Schutz, Einheit und Heiligung für die Menschen, die ihm nachfolgen. Für alle Gläubigen (Johannes 17,20–26): Jesus betet auch für alle, die durch das Wort seiner Jünger glauben werden, dass sie alle eins seien, wie er und der Vater eins sind. Das hohepriesterliche Gebet in Johannes 17 ist besonders bedeutsam, weil es Jesu Vermittlerrolle zwischen Gott und den Menschen in den Mittelpunkt stellt – ähnlich wie ein Hoherpriester im Alten Testament für das Volk vor Gott eintritt. (KI von ecosia)

Differenzbewusstsein (zusammengefasst von Gemini)

   Thomas M. Schmidt , ein renommierter Religionsphilosoph, verwendet den Begriff    Differenzbewusstsein  vor allem im Kontext des Verhältnisses von Religion und säkularer Vernunft in modernen, pluralistischen Gesellschaften. Einfach ausgedrückt beschreibt es die Fähigkeit, Unterschiede (Differenzen) nicht nur wahrzunehmen, sondern sie als notwendigen Bestandteil einer demokratischen Ordnung anzuerkennen, ohne die eigene Identität aufzugeben. Hier sind die Kernaspekte seiner Definition: 1. Das Verhältnis von Glauben und Vernunft Schmidt baut oft auf den Überlegungen von  Jürgen Habermas  auf. Differenzbewusstsein bedeutet hier, dass sowohl religiöse als auch säkulare Bürger anerkennen, dass es eine  unüberbrückbare Differenz  zwischen religiöser Überzeugung und allgemeiner, öffentlicher Vernunft gibt. Für Gläubige:  Sie müssen akzeptieren, dass ihre religiösen Wahrheiten in einer politischen Debatte übersetzt werden müssen, um für alle ...

Aggression und Altruismus: Überlebensstrategien im Tierreich

  Aggression und Altruismus: Überlebensstrategien im Tierreich Verhaltensforschung

Wissenskonstruktion nach J.-P. Martin

 https://jeanpol.wordpress.com/2025/11/05/wenn-wahrheit-zerfallt-wie-das-nmr-semantische-feld-orientierung-schafft/ Ich würde in dem Kontext allerdings den Begriff Wahrheit nicht verwenden. Nicht weil ich die Methode der Konstruktion in Frage stelle, sondern weil der Begriff Wahrheit metaphysischen Charakter hat.  Dazu Lessing über Wahrheit: " Wenn Gott in seiner Rechten alle Wahrheit und in seiner Linken den einzigen, immer regen Trieb nach Wahrheit, obschon mit dem Zusatze, mich immer und ewig zu irren, verschlossen hielte und spräche zu mir: Wähle! - ich fiele ihm mit Demut in seine Linke und sagte: Vater, gieb! Die reine Wahrheit ist ja doch nur für dich allein!« Diese Position wird allerdings infrage gestellt: " Goethe läßt im Prolog zum Faust seinen Dichter die Sehnsucht nach jenen Zeiten aussprechen, da er noch selbst »im Werden war«. Die wunderbaren Verse, in denen die Jugend geschildert wird, haben ihren Höhepunkt in den Worten:    Ich hatte nichts, und...

Denken (nach dem Verständnis von J-P Martin

  Jean-Pol Martin beschreibt „Denken“ im Rahmen der Neuen Menschenrechte (NMR) ausdrücklich als das Grundbedürfnis nach Informationsverarbeitung und Konzeptualisierung . Hier die strukturierte Aufschlüsselung: 🧠 Denken (nach Jean-Pol Martin) = Bedürfnis nach Informationsverarbeitung und Konzeptualisierung 🔹 1. Informationsverarbeitung Aufnahme, Auswahl und Strukturierung von Reizen aus der Umwelt. Ziel: Orientierung und Reduktion von Komplexität. Prozess: Wahrnehmen → Filtern → Bewerten → Verknüpfen → Speichern. Grundlage für Sicherheit und Handlungsfähigkeit. → Biologisch-psychologische Ebene : Der Mensch muss ständig Informationen verarbeiten, um zu überleben (vgl. Birbaumer/Schmidt, Biologische Psychologie ). 🔹 2. Konzeptualisierung Bildung von inneren Modellen (Konzepten), mit denen die Welt verstanden und erklärt wird. Abstraktionsleistung: von Einzelwahrnehmungen zu allgemeinen Strukturen. Voraussetzung für Denken im Sinne von Steuern, Planen, Verstehen . → Didaktisc...

Glaubensbekenntnis

  Bonhoeffers Glaubensbekenntnis (sieh   Auslegung   dazu), das traditionelle Formeln vermeidet, ohne gehaltlos zu werden: Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen. Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage soviel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein. Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten. Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Fatum ist, sondern dass er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet. Amen.

Wie Philosophie im KI-Kontext wirkt

  https://jeanpol.wordpress.com/2025/10/03/modul-wie-ein-anthropologisch-padagogisches-modell-den-weg-ins-ki-gedachtnis-fand/