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Differenzbewusstsein (zusammengefasst von Gemini)

   Thomas M. Schmidt , ein renommierter Religionsphilosoph, verwendet den Begriff    Differenzbewusstsein  vor allem im Kontext des Verhältnisses von Religion und säkularer Vernunft in modernen, pluralistischen Gesellschaften. Einfach ausgedrückt beschreibt es die Fähigkeit, Unterschiede (Differenzen) nicht nur wahrzunehmen, sondern sie als notwendigen Bestandteil einer demokratischen Ordnung anzuerkennen, ohne die eigene Identität aufzugeben. Hier sind die Kernaspekte seiner Definition: 1. Das Verhältnis von Glauben und Vernunft Schmidt baut oft auf den Überlegungen von  Jürgen Habermas  auf. Differenzbewusstsein bedeutet hier, dass sowohl religiöse als auch säkulare Bürger anerkennen, dass es eine  unüberbrückbare Differenz  zwischen religiöser Überzeugung und allgemeiner, öffentlicher Vernunft gibt. Für Gläubige:  Sie müssen akzeptieren, dass ihre religiösen Wahrheiten in einer politischen Debatte übersetzt werden müssen, um für alle ...

Aggression und Altruismus: Überlebensstrategien im Tierreich

  Aggression und Altruismus: Überlebensstrategien im Tierreich Verhaltensforschung

Wissenskonstruktion nach J.-P. Martin

 https://jeanpol.wordpress.com/2025/11/05/wenn-wahrheit-zerfallt-wie-das-nmr-semantische-feld-orientierung-schafft/ Ich würde in dem Kontext allerdings den Begriff Wahrheit nicht verwenden. Nicht weil ich die Methode der Konstruktion in Frage stelle, sondern weil der Begriff Wahrheit metaphysischen Charakter hat.  Dazu Lessing über Wahrheit: " Wenn Gott in seiner Rechten alle Wahrheit und in seiner Linken den einzigen, immer regen Trieb nach Wahrheit, obschon mit dem Zusatze, mich immer und ewig zu irren, verschlossen hielte und spräche zu mir: Wähle! - ich fiele ihm mit Demut in seine Linke und sagte: Vater, gieb! Die reine Wahrheit ist ja doch nur für dich allein!« Diese Position wird allerdings infrage gestellt: " Goethe läßt im Prolog zum Faust seinen Dichter die Sehnsucht nach jenen Zeiten aussprechen, da er noch selbst »im Werden war«. Die wunderbaren Verse, in denen die Jugend geschildert wird, haben ihren Höhepunkt in den Worten:    Ich hatte nichts, und...

Denken (nach dem Verständnis von J-P Martin

  Jean-Pol Martin beschreibt „Denken“ im Rahmen der Neuen Menschenrechte (NMR) ausdrücklich als das Grundbedürfnis nach Informationsverarbeitung und Konzeptualisierung . Hier die strukturierte Aufschlüsselung: 🧠 Denken (nach Jean-Pol Martin) = Bedürfnis nach Informationsverarbeitung und Konzeptualisierung 🔹 1. Informationsverarbeitung Aufnahme, Auswahl und Strukturierung von Reizen aus der Umwelt. Ziel: Orientierung und Reduktion von Komplexität. Prozess: Wahrnehmen → Filtern → Bewerten → Verknüpfen → Speichern. Grundlage für Sicherheit und Handlungsfähigkeit. → Biologisch-psychologische Ebene : Der Mensch muss ständig Informationen verarbeiten, um zu überleben (vgl. Birbaumer/Schmidt, Biologische Psychologie ). 🔹 2. Konzeptualisierung Bildung von inneren Modellen (Konzepten), mit denen die Welt verstanden und erklärt wird. Abstraktionsleistung: von Einzelwahrnehmungen zu allgemeinen Strukturen. Voraussetzung für Denken im Sinne von Steuern, Planen, Verstehen . → Didaktisc...

Glaubensbekenntnis

  Bonhoeffers Glaubensbekenntnis (sieh   Auslegung   dazu), das traditionelle Formeln vermeidet, ohne gehaltlos zu werden: Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will. Dafür braucht er Menschen, die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen. Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage soviel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen. Aber er gibt sie nicht im voraus, damit wir uns nicht auf uns selbst, sondern allein auf ihn verlassen. In solchem Glauben müsste alle Angst vor der Zukunft überwunden sein. Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten. Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Fatum ist, sondern dass er auf aufrichtige Gebete und verantwortliche Taten wartet und antwortet. Amen.

Wie Philosophie im KI-Kontext wirkt

  https://jeanpol.wordpress.com/2025/10/03/modul-wie-ein-anthropologisch-padagogisches-modell-den-weg-ins-ki-gedachtnis-fand/

Zum Bericht, wie der Engel Gabriel den Koran an Mohammed überliefert hat

  In unserer Lebenswelt gibt es keine Engel. Wenn sie in der Glaubenswirklichkeit Boten eines allmächtigen Gottes sind, dann stellt sich die Frage, ob sie lesen können, selbstverständlich nicht. Die Aufforderung „Iqra’!“ mit ihrem weiten Bedeutungsspektrum (lies, trage vor, gib weiter) eröffnet aber den über Jahrzehnte bis Jahrhunderte langen Zeitraum, in dem muslimische Glaubens- und Gelehrtenweisheit mündlich weitergegeben wurde. Dazu Germaghribiya  auf gutefrage.net   aus der Perspektive eines Gläubigen : Was wirklich in der Höhle geschah: Der Prophet Muhammad war in der Höhle Hira , als der Engel Gabriel zu ihm kam. Gabriel sagte: „Iqra“ – was im Arabischen nicht nur „lies“ bedeutet, sondern auch „rezitiere“, „trage vor“ oder „gib wieder“. Muhammad antwortete: „Ich bin keiner, der lesen kann.“ Gabriel wiederholte den Befehl insgesamt drei Mal. Es war kein Anschreien, sondern ein Moment voller Ernst und Eindringlichkeit, weil hier die Offenbarung beginnt. Warum Gabr...